EM Cottbus 2024 - Rückblick
Die Nationalmannschaft aus Großbritannien hat die Junioren- und U-23-Europameisterschaften im Bahnradsport 2024 im Lausitz Velodrom Cottbus/Deutschland dominiert. Nach sechs Wettkampftagen mit 44 Entscheidungen, die von 4000 Zuschauern besucht wurden, führten die britischen Athleten den Medaillenspiegel mit 26 Medaillen an: zwölf Gold-, acht Silber- und sechs Bronzemedaillen gingen an British Cycling, das damit vor Deutschland (7 / 12 / 3) und Italien (7 / 7 / 6) lag.
Besonders im Frauenbereich drückte Großbritannien den Wettkämpfen seinen Stempel mit acht Goldmedaillen auf. Gastgeber Deutschland konnte sich in der Juniorinnen-Kategorie behaupten, insbesondere dank Siegen in der Team- und Einzelverfolgung (mit Joelle Amélie Messemer) sowie im Teamsprint, wo Clara Schneider aus Finsterwalde zudem den Sieg im Keirin U23 errang. Bei den Männern gewann Italien die meisten Goldmedaillen: in der Teamverfolgung (beide Kategorien), im Teamsprint, im Keirin U23 und im Madison der Junioren.
Tolle Resonanz bei den Zuschauenden
Neben dem sportlichen Abschneiden der deutschen Mannschaft war der RSC Cottbus als lokaler Ausrichter dieser Titelkämpfe mit Ablauf und Organisation sehr zufrieden. „Im Großen und Ganzen sind wir mit der Veranstaltung sehr zufrieden und ich denke, dass wir sie gut organisiert haben“, resümierte Gesamtleiter Axel Viertler. Einen wichtigen Anteil an dem Gelingen des Großevents trugen dabei auch die Zuschauenden auf den gut gefüllten Tribünen.
„Es war ein sehr faires Publikum, das nicht nur aus Cottbusern bestand. Unter anderem unterstützten auch Italiener, Spanier, Franzosen, Tschechen und Polen ihre Landsleute kräftig." Damit entwickelte sich die EM auch zu einem wirtschaftlichen Faktor für die Stadt Cottbus, die die Ausrichtung der Titelkämpfe ausdrücklich unterstützte. „Das Feedback von den Zuschauern ist toll, die Stimmung ist toll", befanden Viertler und sein Team. „Unter der Woche haben morgens die Schulklassen für volle Tribünen gesorgt und für zusätzliche gute Stimmung gesorgt, genauso wie unsere beiden Rennsprecher Stefan Rosiejak und Eddie Mielke, die die Zuschauenden bestens informiert haben."
Siegerehrungen vor der Radrennbahn
Bei einer EM ein Novum war, dass die Siegerehrungen nicht im Innenraum der Bahn, wo nur Sportler, Betreuer, Funktionäre und die Presse zutritt haben, durchgeführt wurden, sondern draußen vor der Piste, sodass die Fans hautnah dabei sein konnten. „Die Siegerehrungen wurden sehr gut angenommen. Gerade in dem Altersbereich, wo viele Eltern mitkommen, können diese hautnah dabei sein. Ich denke, das hat gegenüber vorangegangen Europameisterschaften neue Maßstäbe gesetzt", ist Viertler überzeugt. Detlef Uibel als Sportlicher Leiter ergänzte: „Das war eine gute Lösung und vielleicht sogar ein Weg für die Zukunft, denn es entzerrt auch das Wettkampfprogramm. Die Zuschauer haben das Konzept voll unterstützt.“
