14.07.2026
Viel Lob für EM-Ausrichter RSC Cottbus / Cottbuser Athleten holen mehrfach Gold
Sechs Tage Bahnradsport der Spitzenklasse hat das Lausitz Velodrom in Cottbus in der vergangenen Woche beheimatet. Nach 2024 war die 333-Meter-Piste erneut Schauplatz der Europameisterschaften der Junioren und der Altersklasse U 23. „Es war ein tolles Event. Das positive Feedback hat uns sehr gefreut“, sagte Organisationsleiter Axel Viertler.
Bei der EM waren in diesem Jahr 437 Sportlerinnen und Sportler aus 32 Nationen am Start. „Wir geraten bei solchen Zahlen logistisch an unsere Grenzen, dank unserer Helfer lief aber alles nahezu reibungslos“, räumte Viertler ein. Positiv war das Zuschauerinteresse. „Wir haben den guten Besuch von 2024 leicht steigern können und sind damit international für diesen Bereich der Maßstab“, sagte der Sportliche Leiter Detlef Uibel.
„Die Teilnehmerzahlen sind ein neuer Rekord. Dazu haben wir sechs Wettkampftage auf höchstem Niveau erlebt. Ich bin davon überzeugt, dass einige der jungen Athleten in den kommenden Jahren zu den Besten im internationalen Radsport gehören werden“, sagte Enrico Della Casa, Präsident des Europäischen Verbandes UEC. Möglicherweise kehrt die UEC in den kommenden Jahren nochmals mit einer EM nach Cottbus zurück.
Sportlich sorgten auch die deutschen Fahrerinnen und Fahrer für viele strahlende Gesichter. In der Nationenwertung belegte German Cycling (9 Gold/6 Silber/4 Bronze) hinter den „Überfliegern“ aus Italien (14/7/6) den zweiten Platz. Einen Großteil an dieser Ausbeute steuerten die Sportler aus Brandenburg und Cottbus bei. Patrick Moster, Sportdirektor bei German Cycling, zeigte sich mit der Medaillenbilanz zufrieden: „Mit der erzielten Medaillenausbeute bei dieser EM können wir sehr zufrieden sein. Herausragende Athletin und wichtige Leistungsträgerin im Nationalteam war wieder Clara Schneider. Die Wettbewerbe haben auch wertvolle Erkenntnisse geliefert und uns gezeigt, wo wir in Zukunft noch gezielt nacharbeiten müssen, um den Anschluss an die absolute Weltspitze dauerhaft zu sichern.“
Gleich zweimal zu Gold raste der junge Til Krüger (RSC Cottbus) bei den Junioren. Im Teamsprint siegte der Schützling von Trainer Eric Engler zusammen mit Matyas Malina (Dresdner SC 1898), Leonidas Rekowski (RSV Chemnitz) und holte das erste Gold. Angefeuert von Familie und Freunden raste Krüger auch im Keirin zu Gold. „Das ist unfassbar. Vor einheimischem Publikum zu fahren, ist eine krasse Erfahrung. Das gibt einen extra Push“, sagte Krüger.
Clara Schneider aus Cottbus beendete ihre letzten Turniere in der Klasse U23 als Siegerin in Sprint und Keirin und wurde zweimal Europameisterin. Im Sprint ließ sie Ekaterina Evlanova – Schnellste in der Qualifikation –zweimal klar hinter sich und krönte sich erstmals zur U23-Europameisterin in dieser Disziplin. Tags darauf jubelte sie nach dem Keirin-Finale. „Die Titel sind schon etwas Besonderes, weil das letzte Jahr nicht einfach für mich war. Ich freue mich, dass es geklappt hat“, so Schneider..
Im Teamsprint der Juniorinnen gehörte mit Marie Louise Raake (RSC Cottbus) eine weitere Lokalmatadorin zum Gold-Team, das von U19-Bundestrainer Maximilian Levy betreut wurde. Leon Resag aus Lübben wurde Europameister im Madison der Junioren.
