23.04.2026
Grußwort von Tobias Schick, Oberbürgermeister der Stadt Cottbus
Liebe Freundinnen und Freunde des Radsports,
liebe Sportlerinnen und Sportler,
herzlich willkommen in einer der internationalen Hochburgen dieses schönen wie aufreibenden Sports, in Cottbus/Chóśebuz. Unsere Stadt ist nach 2007 und 2024 erneut Gastgeber für die U23-Europameisterschaften im Bahnradsport. Und wir waren als Kommune gemeinsam mit dem ausrichtenden Verein RSC gern bereit, die Veranstaltung von Israel zu übernehmen und all unsere Erfahrung bei der Organisation einzubringen. Zugleich hoffe ich, dass in baldiger Zukunft solche Veranstaltungen wieder überall dort stattfinden können, wo sie derzeit nur schwer vorstellbar sind. Der Sport hat die Kraft, Menschen über Grenzen hinweg zu verbinden.
Cottbus/Chóśebuz fußt speziell im Radsport auf großen Traditionen. Der Cottbuser Hermann Smiel war 1912 erster Olympiateilnehmer aus der Lausitz. Geradezu legendär sind die vielfachen Erfolge der 1970er und 1980er Jahre, verbunden mit Namen wie Lutz Heßlich, Lothar Thoms, Volker Winkler, Hans-Joachim Hartnick und Bernd Drogan, später dann Annett Neumann, Steffen Blochwitz, Roland Hennig und Dirk Meier, Olaf Pollack, Trixi Worrack. Ebenso herausragend Maximilian Levy, Emma Hinze, Pauline Grabosch oder Lea-Sophie Friedrich, Roger Kluge und manch andere: Bis heute sichern Cottbuser Radsportlerinnen und Radsportler – darin eingeschlossen die Para-Athletinnen und -athleten – eine Vielzahl an Medaillen bei Olympischen/Paralympischen Spielen, bei Welt- und Europameisterschaften.
Sportliche Erfolge sind trotz anhaltender, hoher Leistungsbereitschaft und vieler guter Leistungen keine Selbstverständlichkeit. Die Elite rückt mehr und mehr zusammen, meist entscheiden nur noch Bruchteile von Sekunden. Insofern ist es wichtig, sich frühzeitig zu messen und dies auch auf internationaler Ebene zu tun. Das Lausitz Velodrom bietet wunderbare Möglichkeiten.
Die Radsport- und Radfahrer-Stadt Cottbus/Chóśebuz will und wird sich weiter profilieren. Wir wollen die leistungssportlichen Stärken unserer Vereine mit den alltagstauglichen Rad-Qualitäten unserer Stadt kombinieren. Ein ausgebautes System von Radwegen für Alltag und Tourismus, beispielsweise am und zum Cottbuser Ostsee aber auch das alljährliche Frühlingsradeln gehören zu den Markenzeichen. So bleibt der Radsport ein fester Anker der Sportstadt Cottbus/Chóśebuz.
Viele großartige Sportler und später auch Sportlerinnen bestimmten seither die Szenerie. Einmal mehr wird Cottbus/Chóśebuz aus großer Tradition heraus und mit viel Herzblut der zumeist ehrenamtlichen Helferschar wieder ein guter Gastgeber sein. Allen Aktiven und ihren Stäben wünsche ich erfolgreiche Titel- und Medaillenkämpfe, die sicher den einen oder anderen Blick schon in Richtung Los Angeles 2028 gestatten.
Ich lade Sie zudem ein, die Stadt Cottbus/Chóśebuz und die umgebende Lausitz zu erkunden – gern natürlich „mits Rad“, wie der Lausitzer zu sagen pflegt.
Ihr Tobias Schick
Oberbürgermeister der Stadt Cottbus/Chóśebuz
