30.04.2026
Sanierung und Modernisierung der Radrennbahn Cottbus geht weiter
Die 1987 erbaute Radrennbahn Cottbus wird im Vorfeld der Europameisterschaften für die Altersklassen U19 und U23 (7. bis 12. Juli 2026) weiter modernisiert. Nach umfangreichen Prüfungen wird bis zum 19. Juni der Fahrbahnbeleg der 333-Meter-Piste teilweise erneuert. Der als „Côte d'azur“ blaue, untere (innen liegende) Streifen wird ebenso einer Oberflächenbehandlung unterzogen wie der Bereich zwischen schwarzer und roter Linie (Sprinterkorridor). „Das ist der am meisten strapazierte Bereich unserer Radrennbahn“, sagt Ralf Zwoch, Werkleiter beim Sportstättenbetrieb der Stadt Cottbus, „außerdem ist der Originalbelag wirklich in die Jahre gekommen.“
Der Sanierung dieses Teilbereichs der Radrennbahn waren umfangreiche Prüfungen inklusiver einer Machbarkeitsstudie und mehrerer Probeflächen vorausgegangen. Umgesetzt wird das Vorhaben ab 4. Mai von der Firma Maertin Bausanierung aus Uebigau-Wahrenbrück und der Firma KWW Berlin, die insbesondere für die neue Linierung der Bahn zuständig sein wird. Die Kosten belaufen sich auf ca. 120.000 Euro und werden durch Fördermittel vom Brandenburger Ministerium für Bildung, Jugend und Sport (MBJS), dem Bundesministerium des Inneren (BMI) und der Stadt Cottbus finanziert. Auftraggeber ist der Sportstättenbetrieb der Stadt Cottbus.
Bereits im Zuge der Bahnrad-Europameisterschaften der U19 und U23 im Jahr 2024 waren diverse Modernisierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen auf der Radrennbahn Cottbus durchgeführt wurden – darunter als Highlight die Installation einer 11 x 3 Meter großen hochmodernen Videowand. In diesem Jahr steht nun die Fahrbahn im Mittelpunkt. „Wir sind sehr zuversichtlich, dass der Zeitplan eingehalten wird“, ergänzt Ralf Zwoch. Detlef Uibel, Sportlicher Leiter der Europameisterschaft, freut sich, dass bis zum EM-Beginn das „Lausitz Velodrom“ ein weiteres Stück zukunftsfähiger gemacht wird. „Die Fahrbahn war teilweise schon grenzwertig. Mit der neuen Oberflächenbeschichtung haben wir auch über die EM hinaus für den täglichen Trainingsbetrieb auf Jahre hinaus wieder sehr gute Bedingungen“, sagt Detlef Uibel.
Die Radrennbahn Cottbus in ihrer heutigen Art wurde nach Entwürfen vom WTZ Sportbauten Leipzig in einer zweijährigen Bauzeit vom VEB Tiefbaukombinat umgesetzt und am 31. Oktober 1987 übergeben. Die Piste verfügt über eine Länge von 333,33 Metern, eine durchgehenden Bahnbreite von 7,50 Metern und einem Neigungswinkel von 41,89 Grad (Geraden 10 Grad). Die Bahn ist architektonisch und gestalterisch unverwechselbar. Eine von 48 Stahlstützen getragene Dachfläche von ca. 8600 Quadratmetern über Fahr- und Zuschauerbereich und eine umfassende Glasfassade als Schutz vor Wind und Regen verleihen der Sportstätte ihr markantes Aussehen.
