08.07.2026

Zweiter EM-Titel für Rekowski – Auch U19-Teamsprinterinnen holen Gold

Die erfolgreichen Teamsprinterinnen. Foto: Arne Mill

Junior Leonidas Rekowski (RSV Chemnitz) hat seinen EM-Titel im 1000-Meter-Zeitfahren erfolgreich verteidigt. In der Qualifikation hatte der Chemnitzer, der gestern schon U19-Europameister im Teamsprint wurde, dem Italiener Matteo Ghirelli noch mit fast einer Sekunde Rückstand den Vortritt lassen müssen. Doch der 18-Jährige gab sich nicht geschlagen. Mit einer Fahrzeit von 1:03,439 Minuten war er im Finale am schnellsten und verwies Ghirelli mit fünf Hundertstelsekunden Vorsprung auf Platz zwei. Bereits 2025 hatte Rekowski in seinem ersten Junioren-Jahr Gold im 1000-Meter-Zeitfahren gewonnen. „Schon die zweite Goldmedaille bei der Heim-EM geholt zu haben, ist großartig. Ich freue mich, dass ich meinen Titel verteidigen konnte – wenn auch knapp, aber der Italiener war ein harter Gegner“, sagte Rekowski.

Für den zweiten Titel des Tages sorgten die Juniorinnen im Teamsprint. Sie lagen in der Qualifikation noch hinter den neutralen Athletinnen, genauso wie in der Zwischenrunde. Im Finale konnten sich Marie Louise Raake (RSC Cottbus), Celine Prochnau (Frankfurter RC 90) und Lara Colberg (1. RSC Strausberg), die Mira Rosinski (Chemnitzer RSV) ersetzte, in 1:08,745 Minuten mit fast vier Zehntelsekunden Vorsprung durchsetzen. „Ich bin sehr stolz auf meine Juniorinnen und Junioren. Eigentlich waren die Mädels die Favoritinnen, die Jungs nicht. Während des Turniers waren sie jedoch zweimal Zweite. Fürs Finale haben wir dann nochmal gewechselt. Die Variante hatten wir erst einmal probiert, aber die war die schnellste, weshalb wir daran geglaubt haben“, erklärte U19-Bundestrainer Max Levy.

Souverän gewannen die deutschen Juniorinnen das Kleine Finale in der Mannschaftsverfolgung und holten damit Bronze. In der Zwischenrunde musste sich das deutsche Quartett, das bereits in der Qualifikation die drittbeste Zeit gefahren war, mit Edda Bieberle (RSV Osterweddingen), Amandine Jakob (RSC Waltershausen-Gotha), Charlotte Späth (RSV Wanderlust Hofweier) und Sophie Schuster (RSV Irschenberg) Italien geschlagen geben, war aber die schnellste der unterlegenen Mannschaften und kam damit ins Kleine Finale. Ihren Gegnerinnen aus Spanien ließen die Deutschen, bei denen nun Eufemia Schmieder (RSC Sachsenblitz Burgstädt) anstatt Späth zum Einsatz kam, dort keine Chance und holten sie sogar fast ein. „Es war eine junge Mannschaft und ich bin echt froh, dass sie um eine Medaille fahren konnten. Die Zwischenrunde ist nicht so gut gelaufen, weshalb wir nochmal etwas umgestellt und die Taktik geändert haben. Das Finale war der beste Lauf. Sie haben keine großen Fehler gemacht und das war mir wichtig“, bilanzierte U19-Bundestrainerin Trixi Worrack.

Die U23-Teamsprinterinnen Lara-Sophie Jäger (RV Dudenhofen), Anastasia Kuniß (RSV Speiche) und Clara Schneider (RSV Finsteralde) waren als Quali-Schnellste ins Finale gefahren und galten als die Titelkandidaten. Bis eine halbe Runde vor Schluss lagen die Deutschen vorne, mussten sich aber noch um zwei Hundertstel Sekunden doch noch den neutralen Athletinnen geschlagen geben und wurden Zweite. „So knapp zu verlieren, das tut schon weh“, kommentierte U23-Bundestrainer Carsten Bergemann.

Für die Männer U23 lief es im 1000-Meter-Zeitfahren nicht rund. Luca Nissel (RSV Einheit Lübben) und Jakob Vogt (TSV 1891 Breitenworbis) waren in der Vorrunde noch auf die Plätze zwei und drei gefahren, kamen im Finale aber nicht über den vierten (Vogt) und fünften Rang (Nissel) hinaus. Bergemann: „Damit sind wir natürlich nicht zufrieden, nachdem es gestern auch nicht wie erhofft geklappt hat.“ Da waren die U23-Teamsprinter um anderthalb Zehntelsekunden am Finale vorbeigefahren.

In der Mannschaftsverfolgung der Junioren belegte das deutsche Quartett den siebten Platz. Junior Baltasar Waldmüller (RV Concordia Reute) fuhr im Ausscheidungsfahren auf den achten Platz. Moritz Mauss (UAE-Team Emirates Gen-Z) wurde im Scratch der U23-Klasse Zehnter.

Wieder Europameister im Zeitfahren: Leonidas Rekowski. Foto: Arne Mill

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