10.07.2026
EM-Titel für Frauen U23-Vierer, Männer U23 holen Silber
Die U23-Mannschaftsverfolgerinnen wurden Europameisterinnen. Messane Bräutigam (AG Insurance-Soudal Devo-Team), Magdalena Leis (UAE Development-Team), Pia Grünewald und Seana Littbarsi-Gray (beide LKT-Team), die im Finale Hannah Kunz (REMBE | rad-net women) ersetzte, gingen als Favoritinnen ins Finale, nachdem sie in der Qualifikation Bestzeit gefahren waren und auch in der Zwischenrunde einen klaren Sieg geholt hatten.
Aber ihre Gegnerinnen aus Belarus gaben den Titel nicht einfach her. Auf den ersten zwei Kilometern lagen sie nämlich vorne, ehe das deutsche Quartett aufdrehte und mit einer Fahrzeit von 4:33,122 Minuten mit noch über zwei Sekunden Vorsprung gewann. „Endlich haben wir den Titel“, freute sich Bräutigam zusammen mit ihren Teamkolleginnen, mit denen sie vergangenes Jahr bereits EM-Silber holte. Und Bundestrainer André Korff sagte: „Die Mädels können stolz auf sich sein. Die ganzen drei Runden sind sie sehr stark gefahren.“
Bei den Männern U23 hingegen galt es Italien zu schlagen. Moritz Binder, Paul-Felix Petry (beide REMBE | rad-net), Bruno Keßler (Tudor U23) und Attila Höfig (RSC Cottbus), der im Finale anstatt Ben Felix Jochum (Lotto-Kern-Haus-Outlet Montabaur) startete, gingen das Rennen schnell an und lagen zunächst vorne. Doch Italien erwies sich als der stärkere Vierer und gewann in 4:02,184 Minuten gegen die Deutschen, die mit 4:05,693 Minuten Fahrzeit rund dreieinhalb Sekunden später den Zielstrich überquerten. „Wir sind schon enttäuscht“, sagte U23-Bundestrainer Theo Reinhardt und erklärte weiter: „Wir sind hier bei unserer Heim-EM angetreten, um das EM-Trikot zu holen. Aber nach der Zwischenrunde und unter den Voraussetzungen sowie dem Fokus auf die Weltmeisterschaft in Oktober, haben wir doch Silber gewonnen.“
Hannah-Franziska Brand (RSV Rheinzabern) fuhr im Ausscheidungsfahren der Juniorinnen auf Rang acht. Im Scratch der Frauen U23 belegte Judith Rottmann (Minimax WB Cycling Team) nach einem guten und aktiven Rennen den zehnten Platz. In der Einerverfolgung der Juniorinnen verpasste Amandine Jakob (RSC Waltershausen-Gotha) das kleine Finale um weniger als acht Zehntelsekunden. Mit ihrer Fahrzeit von 3:51,501 Minuten für die 3000 Meter belegte sie den siebten Platz. Edda Bieberle (3:57,796/RSV Osterweddingen) fuhr auf Rang elf. Die Junioren Eero Gündel (3:27,728/RadClub Lostau) und Philipp Johannsen (3:28,547/RV Sturmvogel München) kamen auf die Plätze 16 und 18.
Mit drei weiteren Goldmedaillen bestätigte am Donnerstag Italien seine Vormachtstellung im U19- und U23-Bereich. Imogen Wolff steuerte dagegen die erste Goldmedaille für Großbritannien bei. Nach 22 von 44 Entscheidungen und drei von sechs Wettkampftagen führt im Medaillenspiegel Italien (11/2/4) vor Deutschland (4/2/2) und Großbritannien (1/4/3).
